Die Schwimm-Hummel (Schwimmel)

Es wird gemeinhin gesagt, Hummeln könnten laut physikalischer Gesetze unmöglich fliegen. Sie fliegen aber. Vielleicht ist es mit den physikalischen Gesetzen des Menschen einfach nicht so weit her, wie der Mensch denkt, wenn die Hummel fliegt, obwohl es den menschlichen Berechnungen widerspricht. An das Fliegen der Hummel, das eigentlich nicht möglich ist, denke ich oft, wenn ich in einem anderen Element unterwegs bin: im Wasser in einem der Bäder in und um Köln beim Kraulen. Das fühlt sich auch nach einem halben Jahr noch so an, als sei es nicht möglich – ich bewege mich aber erfolgreich kilometerlang durchs Becken.

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Schlafzimmergeschrei und der Hallenbadhai

„Ihr fragt euch, warum ihr hier seid? – Weil ihr es verdient habt!“, „Na, tun die Beine Scheiße-weh? Richtig so!“, „Maschiiiiiiiiiine!“, „Katja, ein Raster mehr rein, sonst fährt noch dein lahmer Bruder an dir vorbei“, „Widerstand!!!! Sehr geeeeiiiiillllll!“. Was das ist? Das ist Spinning. Und es hat mich wieder.

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Weinend hinterm Wal

Im Schwimmbad Köln-Chorweiler gibt es einen Wal. Mitten im Nichtschwimmerbecken, groß, blau, lächelnd. Ich mochte den Wal direkt, als ich das erste Mal vor dem Becken stand, und wenn es sich während des Kraulkurses ergab, hockte ich mich auf seine schöne Flosse. Natürlich ergab es sich nicht so oft, denn man soll ja nicht hocken, sondern kraulen im Kraulkurs.

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Gruß vom Fuß

Hallihallohallöchen, ich bin´s, der rechte Fuß, der Nachbar vom linken Fuß, haha! Immer ganz vorn mit dabei, immer einen Schritt voraus, immer forsch voran. Als First Mover des ganzen Harmuthschen Körpers habe ich dem Klappergestell mal gezeigt, wo der Hammer hängt, der Bartel den Most holt und der Frosch die Locken hat. Ach, das ist doch für die Füße!, das wird leichtfertig oft so dahingesagt, aber, meine Damen und Herren, da kennen Sie uns Füße schlecht.

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Kurs Kraul Römisch Eins

„Wenn euch die Hand Gottes berührt, könnt ihr aufhören“. Es war mal wieder Freitag, also: Kraulkurs! Der Trainer überprüfte mit diesem Satz bei den rund zehn Kraullernwilligen, die wir sind, die Atemtechnik. In meiner grenzenlosen Naivität hatte ich bei Buchung des Kurses im Herbst angenommen, man lerne in einem Kraulkurs, der sich über fast zwei Monate hinzieht, im Schwimmerbecken das Schwimmen mit der Kraultechnik. Zumal man ja grundsätzlich schon schwimmen kann.

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Mufflurche und Madagaskar-Pinguine

Neulich wollte ein Bekannter mich mitnehmen zu einer Party, bei der, wie soll man es unter Wahrung des Anstands formulieren, es eindeutig um die Anbahnung körperlicher Kontakte geht. Ich hatte mir schon im Second-Hand-Laden ein Outfit gekauft, ein wehendes Party-Flitter-Fähnchen, für meine Begriffe noch angezogen genug, um sowas mal auszuprobieren. Für Profi-Begriffe wahrscheinlich viel zu angezogen.

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Swimming vs. Spinning

Zehn Jahre lang bin ich wie eine Besessene auf dem Spinningrad in die Pedale getreten. Mehrmals die Woche, morgens, abends, auf mehrstündigen oder gar ganztägigen Events am Wochenende. Nie ging es mir so gut wie mit geschlossenen Augen in den treibenden Beats, weiter, weiter, immer nur weiter – treten, schwitzen, keuchen, eine Grenze nach der anderen überwinden und stundenlang den Rausch der Endorphine genießen.

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Speedo und die Baggerschaufler

Kaltkalt. Kaltkaltkaltkalt. Warum um alles in der Welt ist Wasser so kalt? Weil der Mensch da nicht reingehört? Aber wo gehört er schon hin? In die Lüfte? A propos: Einatmen. Überhaupt atmen. Einatmen. Ausatmen. Luft holen – und los! Der schönste Moment: unter Wasser abstoßen vom Beckenrand und laaaaaaange gleiten. Dann geht das Bahnengerangel los.

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