Dinge in Köln, die einem auffallen, wenn man vier Wochen nicht in Köln war. Geräusche rund um die Stadtwohnung.
- Straßenbahn. Steht man am Bahnsteig und wartet auf sie, kommt sie gefühlt nie. Von der Wohnung aus rattert sie lautstark gefühlt durchgängig. Und zwar über den Tisch und durchs Bett.
- Horden von Halsbandsittichen. Sie umschwärmen in Kolonnen kreischend das Haus, leider ist die Flughöhe ungefähr die dritte Etage, auf der ich wohne. Noch etwas höher, in der Dämmung des Hauses über der fünften Etage, fliegen sprichwörtlich die Fetzen. Die Papageien picken die Dämmung heraus und es schneit Styropor. Jedes Jahr aufs Neue. Auch gegenüber in den hohen Bäumen wird gekreischt und gebrütet.
- Autos auf Asphalt. Nicht das Rauschen des Meeres, sondern das der vierspurigen Rheinuferstraße beginnt und schließt den Tag.
- Heiserer Hund. Irgendwo in den umliegenden Gebäuden scheint jemand ohne seinen Hund weggefahren zu sein.
- Lalüüü-lalaaaa, lalüüü-lalaaaa. Beim ersten Mal nach vier Wochen schreckte ich bei diesem Getöse hoch. Es ist erstaunlich, woran man in der Stadt akustisch gewohnt ist.
- Lastenfahrräder. Kommen einem so groß wie Ufos vor. Waren die schon immer so groß? Wann haben die nochmal Einzug gehalten? Oh nein, das wird doch jetzt nicht – doch. Millimeter vom nächsten teuren Lackschaden entfernt klemmt es neben dem Auto an der Ampel. Ohne war´s auch schön. An der Ampel in Stralsund zum Beispiel.
- Alles ist sehr voll. Was aber auch angenehm ist, ich versinke, gehe unter und falle gar nicht auf in der Fülle. Eher im Gegenteil, ich kann jetzt wieder täglich das Unsichtbarwerden von Frauen ab einem gewissen Alter erleben. Im Winter mit den alles dominierenden bodenlangen dunklen Steppmänteln scheint es mir noch ausgeprägter zu sein als im Sommer mit bunten Flatterkleidern. Kann aber auch täuschen.


Viel zu Fuß und immer mit offenen Augen unterwegs ist die Frau aus dem Melandertal. Wenn sie es schafft, den Dingen ein Augenzwinkern abzugewinnen, teilt sie ihre Eindrücke und Gedanken zu Aktivitäten, Absurditäten und Alltäglichkeiten in diesem Blog.
Auf Rügen findest du die ruhe nur im Winter….
Im Sommer geht auch dort die Post ab. Und Möwen kreisen ständig um dein Kuchen…..was in köln die tauben machen.