Getrennte Wege

Zwölf Jahre gemeinsam, dann ein Jahr in Vereinzelung und am Ende: ein stickiger, staubiger, enger, braun-beiger Raum im Amtsgericht Köln. Schwere Vorhänge, im gefilterten Sonnenlicht wirbeln Staubpartikel. Anwesend: die Richterin, der Anwalt, der Mann (er ist immer noch der Mann, es gibt noch eine Widerspruchsfrist) und ich. Programmpunkt: Scheidung.

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Speedo und die Baggerschaufler

Kaltkalt. Kaltkaltkaltkalt. Warum um alles in der Welt ist Wasser so kalt? Weil der Mensch da nicht reingehört? Aber wo gehört er schon hin? In die Lüfte? A propos: Einatmen. Überhaupt atmen. Einatmen. Ausatmen. Luft holen – und los! Der schönste Moment: unter Wasser abstoßen vom Beckenrand und laaaaaaange gleiten. Dann geht das Bahnengerangel los.

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Apfelstrudel am Arbersee

Von Rimbach hat niemand je gehört. Außer den Erdenbewohnenden vielleicht, die wie ich zu Gast im ortsansässigen Hotel in dem kleinen Ort im Bayerischen Wald oder vielmehr: der Oberpfalz waren. Fast hätte ich Opferpfalz geschrieben. Hinter dem Hotel liegt der Hohenbogen, erreichbar über beschauliche Waldwirtschaftswegschleifen, die dem genervten Fuß nicht allzusehr zusetzen. Dafür wegen Ödnis der ebenfalls genervten Fußbesitzerin.

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Wald- und Wiesenbekanntschaften

Der lange Corona-Winter war auch deshalb so lang, weil man sich zwar beim Wandern den Arsch abfrieren konnte, danach aber nirgends zum Aufwärmen einkehren oder gar übernachten. Stattdessen in zugigen Regionalbahnen frierend durchrütteln lassen auf dem weiten Weg zurück in die einsame Corona-Wohnung in der großen Stadt mit Ausgangssperre. Warm ist es zwar nach wie vor nicht, aber einkehren und übernachten geht wieder. Davon mache ich regen Gebrauch.

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Szenen ausm Brauhaus: Der Hund ist dagegen

Seit Langem bin ich mal wieder in der Kölschkneipe um die Ecke. Das hat damit zu tun, dass ich großen Hunger habe und der Rheinauhafen-Biergarten sowie zwei Italiener auf dem Weg zurück nach Hause wegen Regen und/oder Betriebsferien zu haben. Die Kölschkneipe ist die letzte Anlaufstelle und es ist dort so unterhaltsam wie eh und je, dass ich mich wie jedes Mal frage, warum ich nicht öfter hingehe.

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