Als alles vorbei ist, fällt der Groschen. Die Freundin und ich stapfen nicht mehr auf Schwarzwald-Wanderwegen nebeneinander her wie die letzten Tage über, sondern wir sitzen nebeneinander im Auto auf der A5 zurück nach Köln. Am Tag zuvor kämpften wir uns bei Hitze die Schlussetappe der Murgleiter von Baiersbronn auf den Schliffkopf empor. Kurz vor Schluss kommen wir an einer zugewachsenen Stelle mit Infotafel vorbei. Jetzt, im Auto, geht mir auf: Das war die Murgquelle! Und die Murgleiter heißt so, weil man von Gaggenau aus murgaufwärts der Quelle in fünf Etappen entgegensteigt.
Eiskaffee hatte es schon gegeben, Kuchen auch und, wie das bei Wanderungen im Sommer so ist, hektoliterweise rucksackwarmes Wasser. Außerdem Kirschen, im Garten der Hoteliers selbst geerntet. Einmal ging´s gut, beim zweiten Mal – heute – zur Mittagspause Enttäuschung: ein Plastikschüsselchen rot-weiß gesprenkelten Inhalts im Rucksack, Kirschen mit reichlich Maden dran und drin. Dafür gibt es am vorgezogenen Etappenende endlich ein Stück Schwarzwälder Kirschtorte. Diesem Kuchen gewordenen Frevel aus Schweinereien sehne ich mich schon seit Aufbruch in Köln vor einigen Tagen entgegen.
Mit Biosauna geht es los bei Etappe drei, es hat geregnet in der Nacht, am Morgen herrschen geradezu tropische Gewächshaus-Bedingungen. Das Wasser läuft am Körper herunter, als säße man im Dampfbad. Dazu fast vier Stunden kontinuierlich bergauf, 1100 Höhenmeter insgesamt. Wir schwitzen der Schwarzbachtalsperre, dann dem Seekopf und der Badener Höhe, später dem Hochkopf entgegen. Aber alles lohnt sich, und zum ersten Mal sind auf der heutigen Etappe des Westwegs die Wege richtige Wald-, Fels-, Stock- und Stein- (roter Buntsandstein-)Wege.
Auf der zweiten Westweg-Etappe passiert nicht viel. Die Sonne brennt, der Weg ist über viele Kilometer eine staubige Fahrstraßen-Piste, die die Füße quält und die Laune verdirbt. Die Freundin und ich halten es aus und durch. Wir werden mit einem Aussichtsturm, einem Hochmoorpfad, einer Aussichtskanzel und dem Klingen von Big Ben belohnt.
Durch eine veritable Schlucht, die der Wehra – deren Quelle ich auf der vorangegangenen Etappe leider übersehen habe – geht…
Die Sonne brennt vom Himmel auf der Schluchsee-Etappe. Sie beginnt mit dem Aussichtsberg Bildberg mit Blick über den See und…
In Blumberg geht es zu Beginn der zweiten Etappe rutschig los: Gleich hinterm Dorf eine Schlammpiste abwärts zu den Schleifenbachwasserfällen.…
Unterwegs auf dem Schluchtensteig im Südschwarzwald. In Stühlingen geht es los, 119 Kilometer liegen vor mir, aufgeteilt auf sechs Tage.…
Schwarzwald. Damit verband ich bis vor Kurzem: Opas Verwandtschaft, endlose Sonntagnachmittage meiner Kindheit bei Besuchen eben jener in dunkel verschatteten…







