Ist ein Leben ohne Leggings und Jogginghose möglich? Ich bin mir nach zwei Wochen in der Reha-Klinik nicht mehr so sicher. Durch die vielen verschiedenen Anwendungen und körperlichen Betätigungen den Tag über ist das die einzige Kleidung, die Sinn ergibt. Für draußen dann noch Thermohose und wetterfeste Jacke drüber. Verschiedene Schichten im Zwiebellook, Merinohemd, Trainingsshirt, Fleecejacke oder Pulli, Stulpen, Pulswärmer – fertig ist der Reha-Look.
Juhu, schon mehr als eine Woche überlebt im Paralleluniversum der Reha-Klinik! Das liegt auch daran, dass ich mit dem Auto auf die Insel Rügen gefahren bin und mir dieses nette Seat-Flitzerchen wie auch zu Hause meine kleinen Fluchten ermöglicht.
Ein Spaß für Jung und Alt! Das neue Brettspiel „Reha-Rambo-Zambo“ vermittelt unterhaltsam anhand wirklichkeitsgetreuer Situationen den Aufenthalt in einer Rehaklinik als Abenteuer. Da gibt es unerwartete Herausforderungen zu meistern!
Es gibt Erbsen, Raps und Kies. Nicht auf dem Teller und nicht am Strand, sondern im Ergo-Therapieraum F 20. Dort stehen Handbecken mit warmem Kies, Fußbecken mit Erbsen und eine große Schüssel mit eiskaltem Raps. Fünf Persönchen finden sich vor dem Raum ein, die Vorstellungsrunde fällt so aus: „Auch Erbse?“ – „Nee, Kies.“
Wofür sind neue Jahre und erste Januare da, wenn nicht dazu, Neues zu starten, sich was Neues vorzunehmen (was man meistens zwei Wochen später wieder verworfen oder vergessen haben wird) oder Altes aufzuwärmen und als Neustart zu verkaufen. Diesen Blog zum Beispiel. Es ist hier sehr ruhig, sehr, sehr ruhig, so ruhig wie im weihnachtlich still liegenden See geworden, weil drei Knie-OP ohne Erfolg oder Besserung sich leider auf die mit dem Wandern verbundenen Inhalte dieses Blogs ausgewirkt haben. Im Sinne von: Ich gehe nicht mehr wandern. Und ich gehe nicht mehr zum Spinning.




