Das Corona-ABC

Mit dem Virus kamen eine Menge Wörter und Begriffe in unser Leben, die vorher keine Rolle spielten, von denen ich noch nie gehört hatte oder die jetzt eine andere Bedeutung haben als vorher. Nun sind sie festes Gerüst jeder Nachrichtensendung und Virologen regieren die Republik. Mitsamt ihrem schadhaften Wortschatz, der sich verbreitet wie das Virus selbst.

A – Ausgangssperre. Wir dürfen uns nicht mehr frei bewegen wie sonst, aber sie kam zum Glück außer in Bayern nicht, die Ausgangssperre. Vor Angies –> Fernsehansprache waren manche Menschen regelrecht geil darauf, jetzt doch endlich so richtig eingesperrt zu werden, aber die Politik hat zum Glück anders entschieden.

A – Abstandsregel. Verbunden mit einem anderen A-Wort: Anstehen. Plötzlich stehen überall Menschen herum. Vor Supermärkten. Vor Drogerien. Vor Bäckereien. Vor allem, was noch öffnen darf also. Meist gibt es Sperrmarkierungen auf dem Boden, die in anderthalb bis zwei Metern Abstand voneinander angebracht sind. Den soll man einhalten. Nicht nur beim Anstehen, auch ansonsten. Mich macht es ein bisschen fertig, dass ich meine Freundinnen nicht mehr umarmen kann, so ich sie denn überhaupt noch irgendwie sehe, und dass alle zur Seite springen, als wäre ich ein Säbelzahntiger, wenn ich mal gedankenverloren in der Sonne vor mich hinschlurfe.

B – Balkonklatschen. Als abends um neun die Nachbarn in der Wohnanlage auf den Balkonen stehen, jubeln, klatschen und Blütenblätter werfen, denke ich, es sei schon wieder irgendwas mit Karneval. Ob die Menschen kostümiert sind, kann ich nicht erkennen, es ist dunkel. Wenig später lerne ich, dass man jetzt klatscht und jubelt für Pflegepersonal und so. Aha. Wer klatscht für Müllmänner? Und wenn die Gesellschaft plötzlich erkennt, was seit Jahrzehnten ein Problem ist – dass gesellschaftlich relevante Berufe sauschlecht bezahlt werden und noch dazu weit überwiegend von Frauen ausgeübt werden – wieso zahlt man dann nicht einfach mehr?

C – COVID-19. Die Seuche. Die Corona-Virus-Disease. Fünf Großbuchstaben, ein schlichtes Kürzel, in dem chinesische Fledermäuse, ein Großmarkt in –> Wuhan, weltweite Panik und das Einkassieren unserer demokratisch-freiheitlichen Grundrechte kompakt zusammengefasst sind.

D – Drosten, Christian. –> Virologe, regiert seit einigen Wochen unsere Republik, zusammen mit dem anderen Fernseh-Virologen Hendrick Streeck und Dr. Lothar Wieler, dem Leiter des –> Robert-Koch-Instituts. In jeder möglichen und unmöglichen Medienübertragung tauchen die Herren Virologen oder Epidemiologen auf und verbreiten ihr Vokabular in einer –> exponentiell ansteigenden Kurve. Die Fachgebiete dieser Menschen spielten in der Öffentlichkeit bislang kaum eine Rolle, ich glaube, das war auch gut so. Plötzlich tauchen die Heinis aus ihrer Petrischale auf, labern in jede Fernsehkamera und stürzen die ganze Volkswirtschaft in den Abgrund.

D – Durchseuchung. Einer dieser grausamen Virologenschleuderbegriffe, die plötzlich in aller Munde sind. Ich assoziiere versiffte Bordellmatratzen oder die berühmte Trainspotting-Toilette, damit gemeint sind aber infizierte Menschen. Wieso sagt man nicht: infizierte Menschen? Meist wird in einem Atemzug der arme Landkreis Heinsberg genannt, der aufgrund einer Karnevalsfeier eine besonders hohe Infektionsdichte im Vergleich zum Rest der Republik verzeichnet. Da zieht wahrscheinlich auf Jahre keiner mehr hin und es gibt dort bald bezahlbares Wohneigentum zu erwerben.

E – Exponentiell. Mit exponentiellen Kurven hatte man, sofern man nicht beruflich mit solchen Dingen involviert ist, zuletzt zu Schulzeiten zu tun. Mit –> Flatten the Curve hat die Kurve plötzlich einen sagenhaften Popularitätsschub. Die Kinder, die jetzt zu Hause zwischen ihren prügelnden Eltern versuchen müssen zu lernen, haben mit der anhand der Kurve veranschaulichten Virusausbreitung gleich ein praktisches Anwendungsbeispiel. Alle anderen glotzen wie hypnotisiert wochenlang auf Kurvenverläufe in der Hoffnung, dass dieses Scheißding endlich abflacht und die Legende, die uns erzählt wird – dass wir alle wieder raus dürfen, wenn der Verlauf sich abflacht – doch stimmt. Und sie lebten glücklich und zufrieden mit der exponentiellen Kurve bis an ihr Lebensende. Ich würde sagen: Fuck the Curve.

F – Flatten the Curve. Siehe –> Exponentiell. Selten hat ein für die breite Kommunikation geschaffenes Kampagnenmotiv so gut funktioniert, das muss man –> Drosten und Co. lassen. Wochenlang hielten Politiker Kurvendiagramme in Fernsehkameras, das hat auch den allerletzten Skeptiker davon überzeugt, dass das Land mit einem der besten Gesundheitssysteme der Welt einem Virus nichts Besseres entgegenzusetzen hat, als alle einzusperren. Steile Kurve, flache Kurve, logo, ich mach mit bei #WirbleibenzuHause, ist doch cool, auch wenn keiner weiß, ob –> Drosten und Co. mit ihren Annahmen recht haben. Vielleicht wandere ich nach Schweden aus.

F – Fernsehansprache. Unsere Angie hat uns allen ins Gewissen geredet. Danach hielten sich die Menschen in Deutschland eher an die neuen Regeln als davor. Ich bin Angie sehr dankbar, dass sie die drakonische –> Ausgangssperre nicht verhängt hat. Brutalos wie der bayerische Ministerpräsident Markus Söder machen´s trotzdem. Meine Pläne, wegen der Alpen Richtung Bayern zu ziehen, überdenke ich angesichts des aktuellen Entscheidungsgefälles zwischen Bayern und dem Rest der Republik nochmal.

G – Grundgütiger, zum G fiel mir nichts ein. Ich könnte einstreuen, dass ich die aktuelle Situation grausam, gottverlassen und grundbeschissen finde. Plus: kleiner Werbeblock für meinen netten Buchhändler auf der Kölner Goltsteinstraße www.buch78.de, siehe Kommentar unten.

H – Homeoffice. Es ist unglaublich, plötzlich arbeitet die Bundesrepublik von zu Hause. Über Jahrzehnte rümpfte die Arbeitswelt die Nase über Teilzeit-Mamis und in sehr geringem Anteil auch Teilzeit-Papis, die versuchten, zu Hause Arbeit und Nachwuchs und Haushalt unter einen Hut zu bekommen. Jetzt müssen es von einem Tag auf den anderen alle. Plus: Die Kinder sind nicht in der Betreuung oder Schule, sondern auch im Homeoffice. Und der jeweilige Partner auch. Ein gesellschaftliches Großexperiment mit ungewissem Ausgang. Idyllisch ist es jedenfalls in den meisten Fällen schon nach wenigen Arbeitstagen nicht mehr, alle sind unter Volllast, nervlich, und die IT-Belegschaft zusätzlich, um technisch alles möglich zu machen, was jetzt gebraucht wird. Es zeigt sich, dass die Netzbetreiber an vielen Stellen die Leistung auf den Leitungen gar nicht bringen können, die sie sich zuvor jahrelang haben bezahlen lassen. Auf einen Schlag ist der Nimbus, der verwegene Duft nach Freiheit und Abenteuer, der Homeoffice bei denen, die es bislang nicht kannten, stets umgab, verschwunden.

H – Handschuhe. Im deutschen Straßenbild machen sich zwei Phänomene breit: aus lächerlichem Babystoff selbstgenähter oder aus Küchenrollenblättern gefalteter –> Mundschutz und Einweghandschuhe. Freunde, viel Spaß mit den ganzen Allergien, Ekzemen und Hautschäden, die sich aus diesem Blödsinn ergeben.

I – Isolation. Wurde bisher assoziativ mit Hausfassaden oder Häftlingen in Verbindung gebracht. Jetzt ist es einer der Corona-Trender schlechthin: Menschen sind in Isolation in ihren eigenen vier Wänden, wenn sie entweder positiv auf das Coronavirus getestet oder aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sind. Ähnlich wie bei der –> Ausgangssperre hat man das Gefühl, dass viele Zeitgenossen sehr scharf darauf sind, endlich mal so richtig eingesperrt zu werden.

I – Infektionsschutzgesetz. Leider nie gelesen. Fail. Enthält den ganzen Virologenschleuderbausatz, der gerade über uns ausgekippt wird.

J – Ja, sowas? Kein Stichwort hier. Jesus Maria, die Kirchen sind auch zu. Kollege Frank steuert bei: Jacques Weindepot: Corona kennen die nicht in ihrem aktuellen Rundbrief an die rotnasige Gemeinde. C steht hier immer noch für Cuvée. Klar, sind halt Weinhändler. Die couragierten Corona-Ignorierer bieten einfach unverdrossen ihr Zusammengekipptes an. In diesem Fall ein Rosé mit Widmung: Winkler Hasensprung 2019 (Ostern?), der am Verkostungstisch nur darauf warte, uns mit seinem Geschmack zu begeistern. Dazu Buntes für die Ostertafel mit einem 6(!)er-Set farbiger Gläser von Schott. Hier wird der Aufstand beginnen. Lasst uns unsere Masken mit dem Stöffchen tränken!

K – Klopapier. Was ist bloß los mit den Deutschen. Horten palettenweise Klopapier im Keller. Wochenlang ist Klopapier der sprichwörtlich heiße Scheiß in den Läden, die noch offen haben. Zum ersten Mal in meinem Leben sehe ich leere, meterlang leere Supermarktregale. Abgabebegrenzungen werden eingeführt. Frauen prügeln sich mit Kassiererinnen, weil sie mehr als die erlaubte Menge Klopapier mitnehmen möchten, setzen sich aufs Kassenband aus Protest, werden in Handschellen abgeführt. Die Republik dreht durch wegen Klopapier. Sigmund Freud hätte wohl seine helle Freude an diesem Phänomen.

K – Kontaktverbot. Keinen mehr treffen, nirgends mehr hingehen. Geht man doch irgendwohin, unbedingt anderthalb Meter Abstand halten (–> Abstandsregel) plus bloß keinen anfassen. Keine Umarmung, keine Berührung, kein nichts. Menschen müssen jetzt miteinander umgehen, als wären sie eine Litfasssäule. Großeltern sehen ihre Enkel nicht, auch sonst sieht keiner mehr irgendwen, und wenn man sich doch mal sieht, darf man sich nicht berühren. Ich glaube, diese ganze unselige Mischung aus Abstandhalten, Sich-Einsperren und Kontaktverbot wird die schlimmen Deutschen (–> Klopapier) zu einem noch schlimmeren Völkchen werden lassen. Bislang schon schlecht gelaunt und grimmig, kommen künftig auch noch steifes Ausweichen, Vermeidung jeglicher zufälliger Berührung und ein gestörtes Sozialverhalten dazu.

L – Lagerkoller. Folge des –> Homeoffice. Plötzlich stapeln sich Menschen, Familienmitglieder wie Wäschestücke in der Wohnung, die sonst Vollzeit leer stand, Eltern arbeiten, Kinder in Betreuung, Schule, Chinesischunterricht, Turnen oder sonstwo. Jetzt hocken alle zu Hause. Meist am selben Küchentisch, auf dem viele verschiedene elektronische Geräte stehen, weil Mama und Papa Telkos, Calls und –> Videokonferenzen abhalten und die Kids Aufgaben und Youtube-Videos und ebenfalls Videokonferenzen statt Präsenzschule haben. Die Politik weist höflich darauf hin, dass natürlich selbstverständlich mit einem Anstieg häuslicher Gewalt zu rechnen sei, als wäre das eine kleine, harmlose Randerscheinung, die man halt in Kauf nehmen müsse, wenn –> Virologen das Sagen haben. Die Republik versaut gerade sehr vielen jungen Menschen den Rest ihres jeweiligen Lebens und es juckt absolut keinen.

M – Mundschutz. Atemschutzmasken werden aus Krankenhäusern gestohlen und verhökert, medizinischem Personal fehlen sie, um ihre Arbeit zu machen. Auf der Straße viel Selbstgebasteltes. Keiner der buntbemaskten Hardliner blickt so recht durch, ob die Dinger jetzt ihn selbst oder die anderen schützen. Aber ist ja auch egal. Hauptsache, man springt auf den Top-Trend auf und zieht auch noch –> Handschuhe an.

N – Niesetikette. Was wiederkehrende Erkältungs- und Grippewellen nicht geschafft haben, schafft Corona: Plötzlich ist Präsentismus out und alle haben Angst vor Leuten, die schniefen, schnupfen, husten, röcheln, triefen. Wer sich nicht an die Husten- und Niesetikette hält, nicht in die Armbeuge niest und nicht alle drei Sekunden zum Händewaschen rennt, wird sofort aus dem Fenster geworfen.

O – Ostern ohne. 2000 Jahre Christentum und dann kommt Corona und macht das höchste Christenfest platt. Hat es das je gegeben? Keine Gottesdienste, keine Familie am Familienfrühlingsfestwochenende schlechthin, weil –> Kontaktverbot. Eine Kollegin will nachts heimlich was für ihren Enkel ans Gartentor hängen. Nachts, damit er sicher schläft und es nicht womöglich eine Begegnung und Tränen gibt. In den Momenten, in denen ich mich nicht aufrege, bin ich einfach nur traurig.

P – Pandemie. Erst war es eine Epidemie hier und da, dann entschied die WHO: Jetzt ist es eine Pandemie, und seither gibt es die Corona-Pandemie. Weltumspannender Wahnsinn folgt dem auf unser globalisiertes Leben angepassten Virus auf Schritt und Tritt. Ein Infizierter steckt zwei bis drei andere an, das ist neu. Das mutierte Virus ist aus Virussicht ein voller Erfolg. Deshalb frage ich mich, wie das mit weiteren Mutationen künftig laufen soll: Immer die Welt aus den Angeln heben, zweimal im Jahr?

Q – Quarantäne. siehe –> Isolation.

R – Robert-Koch-Institut (RKI). Hand in Hand mit –> Drosten und Co. bildet es unsere neue Übergangsregierung, vorerst bis ein neuer CDU-Vorsitz gefunden ist. Für den laufen sich gerade die Jungs warm, die oft zusammen mit dem Leiter des RKI, Dr. Lothar Wieler, Pressekonferenzen abhalten oder in einem Atemzug mitgenannt werden: Armin Laschet und Jens Spahn. Friedrich Merz ist ironischerweise mit der letzten News im Zusammenhang mit seinem Namen, nämlich Corona-positiv getestet worden zu sein, aus der Wahrnehmung verschwunden. Auch Möchtegernkanzler Markus Söder umgibt sich gern mit RKI-Material in Zahlen- und Menschenform.

S – Streaming. Da alle nur –> zu Hause hocken, wird gestreamt, bis die Leitung glüht. Das tut sie auch. Die Streamingdienste freut´s.

S – Social Distancing. Die große Stunde der Sozialphobiker hat geschlagen. Ihr Verhalten ist jetzt salonfähig. Am besten bloß Kontakt zu den Menschen haben, mit denen man zusammenlebt, nicht groß raus, nicht groß bewegen, nirgends hinfahren, und immer schön Abstand, Abstand, Abstand halten.

T – Tröpfcheninfektion. Sprechen, Spucken, Husten – der Horror-Dreiklang aller –> Mundschutz-Fetischisten. Wir haben in den letzten Wochen gelernt, dass 15 Minuten Face-to-Face-Kontakt – auch den Tag über aus mehreren kleinen Einheiten angesammelt – eine Ansteckung befördern kann. Seither schieben sich auf Fluren im Büro die drei Menschen, die noch hingehen, wie Science-Fiction-Superhelden mit Chamäleon-Eigenschaften an der Wand entlang, bloß kein Augen- oder noch schlimmer: Face-to-Face-Kontakt mit irgendjemandem.

T – To go. Was waren sie verpönt, das Plastikbesteck, die Einweg-Kaffeebecher mit Plastikdeckel, die dünnen Plastiktüten. 2019 wurde man gesteinigt, wenn man mit einem dieser Artikel in der Öffentlichkeit gesehen wurde. Jetzt sind sie wieder da, und alle finden´s voll gut! Versuch mal, beim Bäcker einen mitgebrachten Porzellanbecher auf den hochsicherheitskeimfreiplastikscheibenabgeriegelten Tresen zu stellen! Man verschmutzt jetzt wieder die Umwelt, und das ist auch gut so!

U – Unmöglich, aber zum „U“ ist mir nix eingefallen.

V – Videokonferenz. Das aktuell laufende Sozialexperiment umfasst nicht nur zusammengepferchte Familien und eingesperrte Menschen, sondern auch, weil ja die ganzen Meetings im Job ausfallen, den Ersatz derer durch Videokonferenzen. Alle tun jetzt so, als wäre das persönliche Treffen, zum Beispiel bei Bewerbungsgesprächen, total 18. Jahrhundert und reden sich Videokonferenzen schön. Dabei sind Bild und Ton eine Katastrophe, mindestens ein bis zwei Pixel-Zombies sind immer darunter, Leute kommen nicht rein oder fliegen irgendwann raus, es gibt Rückkopplungen, keiner versteht was, aber alle gucken fasziniert auf die tollen Bildchen vor sich und vor allem das meist private Umfeld, das man hinter den Kolleginnen und Kollegen derzeit besichtigen kann. Einblicke ins Privatleben, ganz wörtlich. Im Hintergrund schreien Kinder. Die wenigsten schalten ihr Mikro aus, wenn sie nicht dran sind. Experiment gescheitert.

V – Virologe. siehe –> Drosten und –> Robert-Koch-Institut. In Fernsehsendungen und der Medienberichterstattung vermehren sich Virologen und Epidemiologen gerade wie das Coronavirus selbst. Auf einen, den man gestern noch gesehen oder von dem man gestern noch gelesen hat, kommen heute drei neue. Ich kann und will sie nicht mehr sehen, hören und lesen, diese Spezies, sie soll endlich zurück in ihre Forschungslabore und die breite Bevölkerung in Ruhe lassen.

W – Wuhan. Ähnlich wie die Gruppe der –> Virologen ein Phänomen, für das sich außer ein paar Spezialisten – im Falle Wuhans produzierende deutsche Unternehmen, die in dieser chinesischen Stadt in der Provinz Hubei Werke unterhalten – keiner interessierte. Jetzt ist Wuhan die Keimzelle des Virus, der Ursprung des Corona-Wahnsinns, beteiligt sind Fledermäuse, Schweine, ein Wochenmarkt und die Globalisierung. Danke, Wuhan.

X – Xapperlott, hier ist mir nix eingefallen.

Y – Yo, hier auch nicht.

Z – Zu Hause. Dort hocken jetzt alle. Und dort ist es eng. Zu Büros umfunktionierte Ess- und Küchentische, an denen zwei Berufstätige versuchen, an –> Videokonferenzen teilzunehmen, umgeben von Kindern, die versuchen, Aufgaben zu lösen oder, wenn sie kleiner sind, während der Videokonferenzen im Hintergrund schreien. Außer dem Beruf finden auch alle anderen Lebensbereiche, also Sport, Ausgehen und das öffentliche Leben, zu Hause statt. Das geht natürlich nicht gut. Außerdem müssen ja auch die gehamsterten acht Paletten Klopapier irgendwo verstaut werden. Noch nie war es zu Hause so scheiße wie heute. Der umgedrehte Ikea-Slogan: Lebst du noch oder wohnst du schon? trifft es auf den Punkt.

Z – Zum Mitnehmen. Der verzweifelte Versuch zahlreicher Restaurantbetreiber, sich vor dem Ruin zu retten: handgeschriebene Zettel an den Fenstern oder Türen ihrer Restaurants „Zum Mitnehmen“, um wenigstens mittags noch ein, zwei Gerichte zu verkaufen, wo sonst der Laden wegen der Berufstätigen beim Mittagstisch brummt. Ironischerweise sind ausgerechnet Eisdielen, also die „Zum-Mitnehmen“-Läden schlechthin, mit entsprechender Theke und Ausstattung, geschlossen. Gut, ich mache einfach immer noch den Fehler, irgendetwas an diesen von –>Virologen getroffenen Empfehlungen, die in Entscheidungen der Politik münden, verstehen zu wollen. Fail. Führt in den Wahnsinn.

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