Jetzt neu, mit viel Getöse:
der Frauentyp Masköse.
Die Masköse ist maskiert
mit Selbstgenähtem und brüskiert,
wenn andere nackte Gesichter zeigen.
Maskulin, nicht minder schwer,
ist der Fall von dem Maskör.
Sonst sind sie alterslos und blass.
Graubeige. Jetzt, Hasso, fass! –
bereit, gegen Stofflose einzuschreiten.
Stoff in die Fresse! Stoff in die Fresse!
der neue Claim, statt: Lügenpresse!
Bösen Blickes ziehen sie
durch Straßen, Parks, die Stadtprärie.
Es fehlt nur noch der Sheriff-Stern.
Maskör, Masköse, verhängte Gesichter
geh´n mir derart auf den Trichter.
Ich kann´s eh alles nur ertragen
mit Poptexten aus alten Tagen.
Ich hatte die Neue Deutsche Welle gern.
Anna, oh Anna, lass mich rein, lass mich raus.
Maskeaufrein, Eisbestellen, Maskeabraus.
Wenn schon irgendwo Maskierte stehen,
lass ich Eis, Buch, Bäcker gehen.
Es ist schlicht nicht auszuhalten.
Für Maskösen jedoch: die große Zeit; ungelogen
kaufen sie Stoff wie andere Drogen.
„Hamse auch Camouflage oder was mit Eulen?“
Ich phantasiere über den Einsatz von Keulen.
Wo rohe Kräfte sinnlos walten.
Da kann sich kein Gebild gestalten.
Überall nur Gesichter mit Falten
in anderem Sinne als bisher
schnittmusterbedingt statt von Alters her.
Wann wird das alles vorübergehen?
Wieso machen Menschen alles mit,
den heißen Scheiß, den letzten Shit,
lassen sich alles erzählen, verkaufen,
Quote hier, Rate da, mit Maske rumlaufen!
Ich will wieder was anderes sehen.
Ich will mein Leben wiederhaben.
Ich will mein Leben wiederhaben.
Ich will es einfach wiederhaben.
Ich will mein Leben wiederhaben.
Viel zu Fuß und immer mit offenen Augen unterwegs ist die Frau aus dem Melandertal. Wenn sie es schafft, den Dingen ein Augenzwinkern abzugewinnen, teilt sie ihre Eindrücke und Gedanken zu Aktivitäten, Absurditäten und Alltäglichkeiten in diesem Blog.
