Reisepässe auf Reisen

Im Mai steht eine Reise nach Bali an. Wenn es ums Erledigen geht, bin ich ja eher der frühe Vogel (leider überhaupt nicht, wenn es ums Aufstehen geht). Also wurden fürs Touristenvisum schon im Januar seitenweise Unterlagen ausgefüllt, Daten zusammengetragen, Überweisungen getätigt, das Ganze zusammen mit den Reisepässen per Einschreiben inklusive Einschreiben-Rückumschlag zur indonesischen Botschaft nach Berlin geschickt. Dort verblieben die Unterlagen dann. Regungslos. Der Ruheprozess der Reisepässe wurde gestört durch eine spontan auftretende Dienstreise nach China des nach Bali mitreisenden Mannes. Sein Reisepass musste wieder her, für das China-Visum. Für den Versand ging der mitgeschickte Rückumschlag drauf. Die Mitarbeiterin der indonesischen Botschaft teilte telefonisch mit, dass die Anträge auch nach erneuter Zusendung des Reisepasses noch würden liegen müssen, weil die indonesische Botschaft die Visa immer erst kurz vor erforderlicher Gültigkeit ausstelle (man fragt sich, warum das nicht bei den Informationen zum Visum auf der Website dabeisteht. Vielleicht gibt es einen riesigen Saal mit idealen papierklimatischen Bedingungen in der indonesischen Botschaft in Berlin, in dem diese ganzen Unterlagen ausliegen und jeden Morgen ehrfürchtig abgestaubt und gewendet werden). Reisepass des Mannes nach einigen Wochen also wieder auf die (kurze) Reise nach Berlin geschickt, per Einschreiben, mit Einschreiben-Rückumschlag. In der Hoffnung, dass alle Unterlagen in dem riesigen Papiersaal wieder zusammenfinden mögen. Kurz darauf ruft die Mitarbeiterin der indonesischen Botschaft wieder an. Der Bearbeitungsprozess für die Visa habe sich geändert. Man stelle jetzt in der indonesischen Botschaft in Berlin gar keine Visa mehr aus (wurden die Unterhaltskosten für den Papiersaal zu teuer?) und schicke uns alles im Einschreiben-Rückumschlag zurück. Das Papier und die ausgeruhten Reisepässe sind mittlerweile wieder eingetroffen, nicht aber das im Januar überwiesene Geld.