Macht hoch die Tür, die Tor macht weit…

… es kommt die Zeit der Herrlichkeit! Nämlich die ohne solche Müll-Perspektiven:

Einer der Gründe, warum ich schon seit Jahren aus der jetzt endlich aufgegebenen Wohnung in Bonn ausziehen wollte, ist der irre Müll-Nachbar, dem ich bereits ein umgedichtetes Rammstein-Lied gewidmet habe. Ein Mensch, besessen von Müll, der sich mit Müll umgibt, sein Leben damit verbringt, Müll zu sammeln, neu zu verteilen, der des Nächtens sämtliche Inhalte der Mülltonnen des Hauses atomar zerlegt, Hygieneartikel inbegriffen. Sammelklagen, Gerichtsverhandlungen, Unterlassungserklärungen – nichts ist so stark wie eine neurotische Zwangshandlung. Und führten deshalb nicht zum gewünschten Erfolg: den besessenen Nachbarn endlich vom Müll fernzuhalten. Nun ist durch den Umzug bald Schluss mit Müll- und Messie-Marotten, zumindest für mich. Die Mutter, die sich die Wohnung mit dem durchgeknallten Mittfünfziger teilt, darf weiterhin ihr in der Garage geparktes Auto jeweils von den akribisch gesammelten und gestapelten Lieblingsstücken ihres Sohnes freilegen.