„Ein Fish Spa!“ Begeistert schleppe ich den Männe zum Schaufenster in der Nähe des Kölner Hohenstaufenrings. „Neueröffnung!“, verkündet ein Aufkleber auf der Scheibe. Nach regem Fischzuspruch an den Füßen im Bali-Urlaub 2015 bin ich großer Fan der knabbernden Minifische. (Für alle, die es genau nehmen: Nein, sie knabbern nicht, sie saugen, die Fische. Haben ja keine Zähne.) Freiwillig und mit Hingabe widmen sie sich im Schwarm der Pediküre. Die Füße hängen im Aquarium rum und sind hinterher sprichwörtlich rundumerneuert. In Köln sitzen der Mann und ich eine halbe Stunde lang in trauter Eintracht nebeneinander, die Füße hängen in benachbarten Becken. Die Fische links und rechts unserer Aquarien gucken neidisch durch die jeweilige seitliche Glaswand und sammeln sich begierig. Und wir stellen uns vor, wir starrten nicht auf die weiße Wand gegenüber, sondern auf exotische Bäume und wandelnde Menschen wie seinerzeit im balinesischen Fish Spa mit Outdoor-Aquarien. Die Neueröffner in Köln, ein sehr nettes junges Paar, haben sich zwei Jahre lang kreuz und quer durchgeklagt, um mit dem Tierschutz in NRW fertigzuwerden – in anderen Bundesländern gibt es solche Fischfußoasen schon länger. Den Auflagen ist es geschuldet, dass die Fischmenge pro Aquarium im Vergleich zu Bali sehr überschaubar ist. Gut, bleibt pro Fisch halt mehr übrig. Bis Ende des Monats haben die beiden Fisch-Unternehmer auch noch ein Gewinnspiel laufen. Und ich denke darüber nach, ein eigenes Aquarium zu unterhalten und Fische in Heimarbeit mit meinen Füßen zu beschäftigen. Diese Fische werden bis zu 14 Zentimeter lang. Im ausgewachsenen Zustand kann ich mir solche Tiere dann doch nicht mehr so gut am Fuß vorstellen.
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| Huiiiiii! Butter, äh, Haut bei die Fische! |
Viel zu Fuß und immer mit offenen Augen unterwegs ist die Frau aus dem Melandertal. Wenn sie es schafft, den Dingen ein Augenzwinkern abzugewinnen, teilt sie ihre Eindrücke, Gedanken sowie Wander- und sonstigen Aktivitäten in diesem Blog.
