Die Zeit der fetten Gänse ist angebrochen. Sogar in so manchem Büro. Damit will ich nicht auf möglicherweise übergewichtige Zeitgenossen hinaus – sondern auf die Weihnachtszeit mit ihren besonderen Ernährungsgepflogenheiten. Auch unter Kolleginnen und Kollegen werden dann tatsächlich Gänse statt Pizzen bestellt. Runde tomatenbematschte Teigdinger zu ordern scheint aber weit einfacher zu sein als Geflügel im Ganzen. So ist in der Rundmail eines Unternehmens zu lesen:
„Der Hauptgang besteht aus einer Gänsebrust und einer Keule, drei Knödeln, Blaukraut und Maronen. Eine halbe Portion besteht aus einer Gänsebrust oder einer Keule,zwei Knödeln, Blaukraut und Maronen. Der Hauptgang wird als Buffet aufgebaut und jeder nimmt sich nur das, was er auch bestellt hat, wenn jetzt auch halbe Portionen dazu kommen.“
„(…) ist es so, dass jeder, der eine halbe Portion möchte, zunächst ein „x“ bei Teilnahme u. Hauptgang einträgt, in der Zelle für Hauptgang ein „h“ für halbe Portion vermerkt und dahinter ein großes „B“ für Gänsebrust oder ein „K“ für Keule vermerkt.“
Ich arbeite ja in einer öffentlichen Verwaltung – und muss sagen: Chapeau! Für ein Unternehmen der freien Wirtschaft ist das Bestellprozedere großes Kino, das hätten wir in der Behörde wirklich nicht besser hinbekommen!
Viel zu Fuß und immer mit offenen Augen unterwegs ist die Frau aus dem Melandertal. Wenn sie es schafft, den Dingen ein Augenzwinkern abzugewinnen, teilt sie ihre Eindrücke und Gedanken zu Aktivitäten, Absurditäten und Alltäglichkeiten in diesem Blog.
