Trau, schau, wem! Ein Bewerbungspoem.

Für fünfzehn Uhr bin ich bestellt:

Neue Episode in der Bewerbungswelt!
Ich nehme Platz, erwartungsfroh.
Was dann geschieht, das – Wie? Echt? So!
– das lässt mich staunen, zweifeln, hadern.
Mein Gegenüber beginnt zu labern
und hört nicht auf.
Fünf Stunden nehmen ihren Lauf.
Fünfeinhalb bald. Dann ist Ende.
Ich verlasse das Gelände.
Mein Zustand? Mir ist kalt und schlecht.
Ich zittere und weiß nicht recht.
Was habe ich da angetroffen?
Einen Menschen, von sich selbst besoffen.

Drei Tage später. Zweite Runde!
Frau Harmuth, hier die frohe Kunde:

Man habe einen guten Eindruck gewonnen,
ich möge doch noch einmal kommen!

Du lieber Himmel! Arsch und Zwirn!
Lieber koch ich mein Gehirn.

Veröffentlicht in: Job