Eine Freundin wird beim Bewerbungsgespräch gefragt: „Stellen Sie sich vor, Sie sind die Einzige, die weiß, dass in zehn Minuten alle Fenster blind werden. Was tun Sie?“ Ich weiß nicht, was sie geantwortet hat. Neulich habe ich gelesen, dass irgendeine Unternehmensberatung ihre Kandidatinnen und Kandidaten Stressfragen stellt wie diese: „Wie viele Briefkästen der Deutschen Post gibt es in Deutschland?“ Vielleicht wäre dies eine geeignete Gegenfrage auf die Frage nach den blinden Fenstern gewesen. Oder die Antwort hätte sein können, dass man kurz per Kopfrechnen überschlägt, um wie viele Millionen Euro jährlich das Bruttoinlandsprodukt stiege, wenn künftig alle Angestellten, die in Büros hocken, nicht mehr Arbeitszeit mit Aus-dem-Fenster-Gucken verplempern könnten, sondern konzentriert auf ihren Bildschirm starren und produktiv sein müssten. Mir wäre auch noch diese wahnsinnig tolle Toilette im Café Reinhardt in Köln am Dom eingefallen. In diesem trutschigen Tantenladen gibt es nicht nur astronomisch fantastisches Back- und Tortenwerk, sondern auch eine Toilettenanlage, die sich gewaschen hat. Sobald man die Tür zum Örtchen von innen verriegelt, wird die vorher klare Glastür undurchsichtig. Bei Aufschließen wird sie wieder transparent. Der Hammer. Zum Glück muss ich immer so oft auf Toilette, im Café Reinhardt ist das jedes Mal wenigstens ein tolles Event.
Viel zu Fuß und immer mit offenen Augen unterwegs ist die Frau aus dem Melandertal. Wenn sie es schafft, den Dingen ein Augenzwinkern abzugewinnen, teilt sie ihre Eindrücke, Gedanken sowie Wander- und sonstigen Aktivitäten in diesem Blog.