„Das sind aber schöne Rosen!“ sage ich begeistert, als der Mann, damals noch Freund, und ich im Hotelzimmer in Regensburg ankommen. Endlich. Spät ist es geworden, denn die Anreise war beschwerlich. Freitagabend nach Feierabend zum Bonner Bahnhof, dort viel Zeit mit Warten verbracht, schließlich mit einem Ersatzzug des dann nach zwei Stunden Verspätung doch nicht mehr fahrenden eigentlichen Zugs die Strecke nach Bayern bewältigt. Spät am Abend oder eher früh in der Nacht dann endlich, endlich auf dem Zimmer. „Das ist aber wirklich nett vom Hotel, dass die uns so tolle Rosen hier hinstellen! Wegen der Verspätung?!“, plappert fragend Frau Harmuth vor sich hin. Dreht sich um. Mann (Freund) weg. Eine Etage tiefer, kniet am Boden. „Mann, die Rosen sind von mir! Willst du mich heiraten?“ Da war die Frau Harmuth dann sprachlos und begeistert. Und hat, natürlich, Ja gesagt.
Und warum Regensburg? Weil ich dort dienstlich zu tun hatte und so begeistert war von der Stadt, der Stimmung, der Umgebung, dem Kloster Weltenburg, dass ich unbedingt ein Wochenende mit dem Freund dort verbringen wollte. Der sich das dann für seinen Heiratsantrag ausguckte. Und jetzt – wiederum dienstlich – ein paar Tage in Regensburg verbringen wird, allerdings ohne mich. Und wohl auch ohne Rosen.
Viel zu Fuß und immer mit offenen Augen unterwegs ist die Frau aus dem Melandertal. Wenn sie es schafft, den Dingen ein Augenzwinkern abzugewinnen, teilt sie ihre Eindrücke, Gedanken sowie Wander- und sonstigen Aktivitäten in diesem Blog.