Es gibt ja die Redewendung von weißen Elefanten – nutzlosen Geschenken. Unser lieber Herr Stoiber, um kein Fettnäpfchen verlegen, hat da auch schon seine Erfahrungen gemacht. Zwar keinen weißen Elefanten, sondern einen goldenen an der Kette, hat jetzt eine Dame erhalten, die sich für Leprakranke in Indien einsetzt. Und zwar von Susanne Asbeck, ihres Zeichens Schmuckdesignerin und Gattin des „Sonnenkönigs“ Frank Asbeck (Solarworld-Chef). Die Verleihung fand stilecht im schmucken Schlösschen in Remagen statt, das der Herr Asbeck vor ein paar Jahren dem Herrn Gottschalk abgekauft hat. Der General-Anzeiger Bonn berichtet blumig über den Elefanten-an-der-Kette-Anlass. Frau Asbeck hat den Preis ins Leben gerufen, um jeweils eine „Nomadin des Jahres“ zu ehren. Irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, Frau Asbeck wollte einfach auch mal mit irgendetwas in die Tageszeitung, und nicht immer nur die Frau von Sonnen-Frank sein. Als Schmuck-Susanne hat sie was Eigenes, und da denke ich doch sofort an Loriots Jodeldiplom: „Da hab ich was in der Hand… und ich habe als Frau das Gefühl, dass ich auf eigenen Füßen stehe. Da hab ich was Eigenes. Da hab ich mein Jodeldiplom.“
| Händchenhalten mit Elefant: auch einem weißen zwar, aber ich habe ihn ja nicht verschenkt. Und es handelt sich um Ganesa, den balinesischen Bildungsgott. |
Viel zu Fuß und immer mit offenen Augen unterwegs ist die Frau aus dem Melandertal. Wenn sie es schafft, den Dingen ein Augenzwinkern abzugewinnen, teilt sie ihre Eindrücke, Gedanken sowie Wander- und sonstigen Aktivitäten in diesem Blog.