Rom sehen und sterben? Aber nicht doch, dann kann man ja nicht wiederkommen! Nach dem dritten Besuch in dieser wundervollen Stadt, in der man mit jedem Schritt über Geschichtsjahrtausende stolpert, gibt es drei Orte, die ich jedem Besucher ans Herz legen möchte. Klarer Favorit ist das magische Pantheon, dieses dunkle, vielseitige Gebäude, das einen tags wie nachts in seinen Bann zieht. Ob man draußen sitzt und die im Schwarz verschwindenden riesigen Eingangssäulen auf sich wirken lässt oder drinnen durch die gigantische Kuppel in den Sonnen- oder Sternenhimmel starrt – es ist einfach märchenhaft.
Der zweite Ort wird als Geheimtipp gehandelt, ist aber angesichts der (kleinen) Schlange, in die man sich einreihen muss, ein vielleicht nicht mehr ganz so geheimer Geheimtipp. Vom Circus Maximus ausgehend, spaziert man den angrenzenden Hügel Aventin hoch, durch die Via de Valle Murca und die Via die Santa Sabina bis zu deren Ende. Dort steht die Kirche Santa Maria del Priorato hinter einem schweren, geschlossenen Tor. In diesem Tor – schaut man durchs Schlüsselloch. Und erlebt eine sehr schöne Überraschung, die sich eines Tages ein gottesfürchtiger Gärtner oder kreativer Kirchenmensch ausgedacht haben muss.
Der dritte Tipp ist ein Spaziergang und setzt voraus, dass man keine Angst vor Steigungen, Stufen und staubigen Wegen hat. Man überwindet den Anstieg zum Hügel Gianicolo entweder vom Petersplatz oder vom Stadtteil Trastevere ausgehend und geht die Passeggiata del Gianicolo entlang zur jeweils anderen Seite – und hat die ganze Zeit einen fantastischen Panorama-Blick über die „ewige Stadt“. Unterwegs gibt es einige schöne Plätze, an denen sommers wie winters Imbissbuden, mobile Bar- und Café-Wagen zu kleinen Päuschen einladen, um den Weitblick zu genießen.
Viel zu Fuß und immer mit offenen Augen unterwegs ist die Frau aus dem Melandertal. Wenn sie es schafft, den Dingen ein Augenzwinkern abzugewinnen, teilt sie ihre Eindrücke, Gedanken sowie Wander- und sonstigen Aktivitäten in diesem Blog.