Sand holt auf. Bei diesem Satz könnte man an die Ausbreitung von Wüsten auf unserem Planeten denken, im Allgemeinen, oder daran, dass andererseits Sand als Ressource immer gefragter ist. „Mist, der Sand holt auf!“, könnte man im Besonderen denken, wenn man vor einer Wanderdüne steht und die sich so weltuntergangsmäßig auf einen zubewegt. Was uns die Frauenzeitschrift „Brigitte“ aber damit sagen möchte, ist, dass Sand ein „Relax-Element“ geworden ist, das Wasser Konkurrenz macht. Dazu fällt mir ein, dass es sehr angenehm und beruhigend sein kann, die Füße am Meeresstrand in den Sand einzuwühlen, dass Menschen sehr gerne den Kopf in den Sand stecken, aber Sand als Wellnessmethode? Visage abschmirgeln mit Ostseesand? Mal so richtig den Rücken runtersandstrahlen lassen? Nee, überzeugt mich nicht. Ein uralter Michael Mittermeier-Witz fällt mir ein, „Wie heißt du?“ – „Sandy. Sandy wie sandig am Strand!“ – „Jo, basst scho, halt´s Maul und komm mit.“ Sandy wie – äh, das neue Relax-Element? Ach nee. Man sollte also auch bei Wellnessmethoden die Kirche im Dorf lassen – oder eben den Sand am Strand.
Viel zu Fuß und immer mit offenen Augen unterwegs ist die Frau aus dem Melandertal. Wenn sie es schafft, den Dingen ein Augenzwinkern abzugewinnen, teilt sie ihre Eindrücke und Gedanken zu Aktivitäten, Absurditäten und Alltäglichkeiten in diesem Blog.